Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedew: Keine Regeln mehr im Kampf gegen Kiews Neonazi-Regime

20.06.2026 14:09 Uhr
14:09 Uhr
Sacharowa bezeichnet Chef der deutschen Luftwaffe als Neonazi

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat scharf auf die Äußerung des Kommandanten der deutschen Luftwaffe, Holger Neumann, über die Pläne des Nordatlantikbündnisses, russisches Territorium anzugreifen, reagiert. Bei der Bewertung der Äußerungen des hochrangigen Militärs hielt sich Sacharowa kurz:
"Diese Aussage erfüllt eindeutig die Merkmale des Neonazismus."
Am Vortag hatte Neumann der britischen Zeitung The Telegraph ein Interview gegeben. Im Laufe des Gesprächs sagte er, dass die Streitkräfte des Bündnisses im Falle einer Konfrontation mit Russland Angriffe auf Kaliningrad, die Kola-Halbinsel, Sankt Petersburg und die Gewässer des Schwarzen Meeres planen würden.
Das Video gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
13:37 Uhr
Polen fordert Platz am Verhandlungstisch zur Ukraine-Krise
Polens Außenminister Radosław Sikorski hat die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg kritisiert. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte er:
"Zwischen dem Schwarzen Meer, der Ostsee und der Adria leben 120 Millionen Menschen in der EU, zusammen mit Skandinavien sind es 150 Millionen Menschen, die von Russlands Aggression viel direkter bedroht sind als Deutschland. Wir sind Nachbarn sowohl von Russland als auch der Ukraine, Sie sind das in Deutschland nicht."
Polen befinde sich an vorderster Front, führte Sikorski aus und verwies auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. Polen trage das Risiko dafür und fordere daher einen Platz am Verhandlungstisch.
Der Minister schlug vor, "den Weg über die in den EU-Verträgen festgelegten Institutionen gehen, etwa über den EU-Ratspräsidenten". Oder man müsse an einer "Koalition der Willigen" arbeiten, die den Kontinent bei Verhandlungen vertreten soll.
Polens Außenminister: „Wir fordern einen Platz am Verhandlungstisch“ (von Matthias Wyssuwa)https://t.co/pjMpB3OZRl
— Frankfurter Allgemeine gesamt (@FAZ_NET) June 20, 202613:10 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden.
Wie die Militärbehörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Luschki, Korenek, Kijaniza und Jastrebinoje im Gebiet Sumy sowie Stariza, Pokaljanoje und Kasatschja Lopan im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe bis zu 220 Soldaten verloren. Dabei seien 24 Autos und zwei Geschütze außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Malejewka, Gruschewka, Gussinka und Wassilewka im Gebiet Charkow sowie Jazkowka in der DVR getroffen habe. Außerdem setze die russische Armee ihren Vormarsch in der Ortschaft Krasny Liman in der DVR fort. Zuletzt seien dort 47 Gebäude befreit worden, wobei der Gegner bis zu 30 Kämpfer verloren habe. Insgesamt seien an diesem Frontabschnitt mehr als 220 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos, einen Mehrfachraketenwerfer und fünf Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Kramatorsk, Nikolajewka, Druschkowka, Malinowka und Piskunowka in der DVR getroffen. Der Vormarsch der russischen Armee in der Stadt Konstantinowka dauere an: Das russische Militär habe zuletzt 94 Gebäude befreit und bis zu 95 ukrainische Soldaten außer Gefecht gesetzt. Das Ministerium beziffert die gesamten Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte an diesem Frontabschnitt auf mehr als 145 Kämpfer. Der Gegner habe einen Schützenpanzer des Typs Marder, einen Transportpanzer, 24 Autos und fünf Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Rubeschnoje, Dobropolje, Wassilewka und Krasnojarskoje in der DVR sowie Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 295 Soldaten verloren. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, ein Mehrfachraketenwerfer, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung und drei Autos seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Malomichailowka, Wodjanoje und Alexandrowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Blagodatnoje und Ljubizkoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 440 Kämpfer. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und acht Autos seien unschädlich gemacht worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow, Dimitrowo und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 50 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem 21 Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastruktur, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutzte, Drohnenwerke und -basen sowie 154 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden hingegen 13 Lenkbomben, zwei HIMARS-Raketen und 740 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 165.827 Drohnen, 662 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.844 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.742 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.425 Geschütze und Mörser verloren.
12:33 Uhr
Bürgermeister der AKW-Stadt Energodar: Ukrainische Truppen ändern wieder ihre Angriffstaktik
Der Bürgermeister der Stadt Energodar, in deren Nähe sich das AKW Saporoschje befindet, stellt fest, dass ukrainische Truppen ihre Angriffstaktik gegen die Stadt erneut geändert haben. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti zitiert Maxim Puchow mit den Worten:
"Von Zeit zu Zeit ändern die ukrainischen Streitkräfte ihre Taktik. Eine Zeit lang haben sie mit schweren Drohnen wahllos Sprengsätze auf parkende Autos abgeworfen. Jetzt setzen sie überwiegend FPV-Drohnen ein. Als Ziele wählen sie Kleinbusse und kleine Lastwagen."
Der Politiker beklagt zudem, dass der Gegner zuletzt auch Notstromgeneratoren angegriffen habe. Seit Anfang Juni gebe es Angriffe auf Energieanlagen, die bei Stromausfällen medizinische Einrichtungen und Geschäfte mit Notstrom versorgen.
12:02 Uhr
Drei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 74 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 74 Ortschaften in zwölf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 27 Geschosse abgefeuert und 219 Drohnen eingesetzt, von denen 127 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über drei Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Ein Einwohner der Siedlung Jekaterinowka habe eine Splitterverletzung am Brustkorb erlitten, als in seiner Nähe eine ukrainische Drohne detoniert sei. In der Stadt Schebekino sei bei einem Drohnenangriff ein Lkw-Fahrer schwer verletzt worden. Bei der Abwehr einer Drohnenattacke auf die Siedlung Golowtschino sei ein Angehöriger der örtlichen Verteidigungseinheit Orlan zu Schaden gekommen.
Der Krisenstab meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden insgesamt drei Mehrfamilienhäuser, 25 Einfamilienhäuser, drei soziale Einrichtungen, drei Geschäfte, ein Lagerhaus und zwei Verwaltungsgebäude zerstört oder beschädigt. Betroffen waren außerdem zwei Infrastrukturobjekte, drei Stromleitungen, neun Lkw, ein Kleinbus und 24 Autos.
11:40 Uhr
Opfer durch ukrainische Angriffe auf Grenzgebiet Brjansk
Das ukrainische Militär hat am Samstag wieder im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Wie Interimsgouverneur Jegor Kowaltschuk auf der Plattform MAX schreibt, habe der Gegner die Ortschaft Susemka mit FPV-Drohnen angegriffen. Dabei führt der Politiker aus:
"Ein friedlicher Einwohner kam ums Leben. Eine Frau erlitt Verletzungen."
Die Frau sei ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilt Kowaltschuk mit. Außerdem sagt der Interimsgouverneur der Familie des Getöteten jede erforderliche Hilfe zu.
Erst am Vortag hatte der Politiker Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. In der Siedlung Rabotschi kam eine Frau ums Leben. In der Stadt Trubtschewsk wurde ein elfjähriges Kind verletzt.
11:06 Uhr
Medwedew: Keine Regeln mehr im Kampf gegen Kiews Neonazi-Regime

ArchivbildJEKATERINA SCHTUKINA / POOL / TASS Der stellvertretende Leiter des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, hat auf der Plattform MAX die jüngsten Attacken der ukrainischen Streitkräfte auf russische Städte scharf kritisiert und der Führung in Kiew mit harten Konsequenzen gedroht. Der frühere russische Präsident schrieb unter anderem:
"Angesichts der massiven Attacken des Gegners auf unsere Städte, deren Intensität zunimmt und offenbar nur weiter zunehmen wird, ist es an der Zeit, offen zu sagen, dass es keine Regeln im Kampf gegen das neonazistische Regime in Kiew mehr gibt und geben kann."
Außerdem erklärte Medwedew, dass auch die Haager Abkommen, welche die Gesetze und Gebräuche des Landkriegs betreffen, inzwischen obsolet seien. Er begründete dies damit, dass sich die Kriegsführung in den vergangenen 100 Jahren zu sehr verändert habe. Mit Blick auf die USA und Israel argumentierte der Politiker:
"Damals war es nämlich nicht üblich, Oberhäupter feindlicher Staaten zu entführen oder gar zu töten."
Außerdem verwies er auf die massive Verwendung von Drohnen. Daher betrachte Russland lediglich die Tötung von Zivilisten nach wie vor als inakzeptabel. Alles andere sei nun zulässig, erklärte Medwedew.
10:35 Uhr
Grünen-Chefin Brantner fordert mehr Druck auf Russlands "Schattenflotte"
Um den Druck auf Russland spürbar zu erhöhen, sollte Deutschland aus Sicht der Grünen Schiffe der sogenannten Schattenflotte in deutschen Hoheitsgewässern grundsätzlich kontrollieren. Die Parteivorsitzende Franziska Brantner forderte, Bundesinnenminister Alexander Dobrindt müsse endlich konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen. Die Grünenpolitikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur:
"Jedes Schiff der Schattenflotte muss bei der Durchfahrt auf die Einhaltung aller geltenden Standards und Vorschriften kontrolliert werden, gesetzliche Lücken müssen schnell geschlossen werden."
Gleichzeitig müssten die finanzielle und militärische Unterstützung der Ukraine fortgesetzt, die Sanktionen gegen Russland mit großer Konsequenz durchgesetzt werden, sagte Brantner. Russland müsse erkennen, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen sei, fügte sie hinzu. Die Ukraine könne nur aus einer Position der Stärke heraus verhandeln und einen gerechten, dauerhaften Frieden erreichen.
10:03 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 19. Juni bis 8 Uhr am 20. Juni (MESZ) 97 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 71-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 15 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet jedoch über Schäden in den Siedlungen Suchaja, Nikolnikowo, Woronok, Karassewka, Nischnije Derewenki, Ilek, Wischnewo, Maloje Soldatskoje, Swerdlowski, Salnoje und Kalinowka. Dort seien insgesamt vier Einfamilienhäuser, eine Schule, ein Verwaltungsgebäude, eine Tankstelle, ein Traktor und vier Autos zerstört oder beschädigt worden.
09:30 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 19. Juni 21 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Golaja Pristan — 4,
- Aljoschki — 4,
- Netschajewo — 2,
- Nowaja Sburjewka — 3,
- Podstepnoje — 5,
- Solonzy — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Golaja Pristan, Nowaja Kachowka, Staraja Sburjewka und Kachowka seien insgesamt 17 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

